Hallo, ich bin wieder da – Sylwia 2.
Heute möchte ich mit euch meine Experimente mit dem Sticken teilen – allerdings in einer etwas anderen Version als die, die wir alle kennen. Begeistert von den Arbeiten der Australierin Meredith Woolnough, die für ihre gestickten Skulpturen bekannt ist, habe ich versucht, ihre Technik mit meinen bisherigen Methoden zu verbinden: ein bisschen Applikation, ein bisschen Freihandquilten usw.
Wir brauchen: einen Stickrahmen, Stickgarn, einen Stift mit verschwindender Tinte, wasserlösliche Vlieseline, warmes Wasser.
Ich habe das Muster auf die Vlieseline übertragen und losgelegt.
Zuerst habe ich die Konturen komplett nachgenäht, denn einmal ließ ich eine begonnene Stickerei über Nacht liegen – und am Morgen war die Tinte verschwunden. Ich musste von vorne anfangen.
Dann füllte ich die freien Flächen mit Garn.
Dieses Blatt ist 18 cm hoch und 14 cm breit, die Arbeitszeit beträgt etwa zwei Stunden. Wie man sieht, habe ich drei Grüntöne verwendet, die sich sehr schön miteinander verbinden.
Das fertige Blatt habe ich in warmem Wasser gebadet und anschließend flach zwischen zwei Lagen Backpapier ausgelegt. Ich konnte nicht warten, also habe ich es mit dem Bügeleisen leicht erwärmt, um das Trocknen zu beschleunigen.
Die wasserlösliche Vlieseline hat die Stickerei stabilisiert und ohne das Projekt zu beschädigen konnte ich kleine Unregelmäßigkeiten sauber abschneiden.
Jetzt war es Zeit, am Inneren der Sonnenblume zu arbeiten.
Die Sonnenblume besteht aus drei Teilen, also legte ich alle Elemente auf Backpapier und nähte sie zu einem Stück zusammen.
Alles habe ich freihand gequiltet. Unter die Blätter legte ich grünen Tüll, unter die Sonnenblume gelben Stoff und etwas gelben Tüll.
Nachteile: Beim Sticken und Auswaschen schrumpft das Element. Außerdem muss man sehr aufpassen, womit man das Muster auf die Vlieseline überträgt – selbst ein normaler Bleistift „verschmutzt“ das Garn und lässt sich nicht auswaschen, was unschön aussieht.
Vorteile: Ich habe diese Technik wirklich liebgewonnen 😊
Ich bedaure sehr, dass das Foto nicht die ganze Schönheit des Projekts zeigt – deshalb lade ich euch zu den geplanten Ausstellungen im Jahr 2023 ein, wo ihr es live sehen könnt.





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