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Stitching slow stories...

Patchwork‑Tondo

Patchwork‑Tondo

Im Januar 2022 habe ich mich zu einer Näh‑Challenge angemeldet. Die Aufgabe war, ein patchwork‑Tondo zu nähen. Die Technik war frei wählbar, die einzige Bedingung: Es musste rund sein.

Die Idee war großartig – ich hatte noch nie ein Tondo genäht. Sofort dachte ich daran, eine Arbeit zu schaffen, die ausschließlich durch Quilten entsteht. Vor einiger Zeit habe ich etwas Ähnliches gemacht, bei der Challenge von Kim Lapacek „Rhythm and Repetition“.

Damals habe ich Heukissen für Kaninchen genäht – darüber könnt ihr hier lesen.

Diesmal wollte ich ebenfalls eine Mandala quilten, aber größer und farbig.

Den Entwurf habe ich von Tamsamtam bekommen. Ich bin ein großer Fan ihrer Arbeiten.

Das Muster wurde von Tatyana Putyatina gezeichnet.

Natürlich könnte ich mir etwas Ähnliches selbst entwerfen (hoffe ich zumindest), aber wie mein Mann sagt: „Warum das Rad neu erfinden?“ Tamsamtam macht wundervolle Mandalas – es wäre schade, ihre Projekte der Welt nicht zu zeigen.

Als Hintergrund habe ich schwarzen Stoff gewählt. Das war ein wichtiger Bestandteil meines Projekts – er sollte die Farben der Mandala besonders hervorheben.

Ich begann damit, den Entwurf auszudrucken. Danach habe ich ihn auf den schwarzen Stoff übertragen.

Als der Entwurf fertig war, spannte ich ihn auf den Longarm und begann mit dem Quilten. Ich startete in der Mitte der Mandala.

Damit ich den weißen Bleistift nicht verwische, legte ich einen großen Streifen transparenter Folie unter meine Hände. So blieb die Zeichnung auf dem Stoff, und meine Hände glitten leichter.

Dank der Fotos kann ich euch die einzelnen Etappen der Entstehung zeigen. Alles ist von mir gequiltet – ich habe keinen automatischen Quilt‑Modul, der das für mich erledigt. Ich glaube, selbst er hätte dazu keine Lust.

Die Mandala ist fertig gequiltet.

Alles wunderbar – aber wo ist das Tondo? Von Anfang an hatte ich geplant, mein Werk auf einen Rahmen zu spannen. Also bat ich meinen Mann, mir aus Sperrholz einen runden Rahmen auszuschneiden. Ich beklebte ihn mit doppelseitigem Klebeband, damit das Spannen des Quilts leichter wird.

Beim Befestigen des Quilts auf dem Rahmen half mir mein Sohn.

Die Mandala ist vollendet.

Für ihre Entstehung habe ich 23 Farben verwendet, 1 407 768 Mal die Nadel in den Stoff gestochen, über 6 Kilometer Garn verbraucht und 100 Stunden daran gearbeitet. Schön war’s.

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