Vor über einem Jahr bekam meine Freundin Sylwia eine große Menge Jeanshosen. Ein Bekannter von ihr schloss sein Geschäft und wollte beschädigte Ware wegwerfen. Dank ihrer schnellen Reaktion landeten die Hosen nicht im Müll, sondern bei ihr. Diese wunderbare Frau teilte ihre Schätze mit mir – dafür danke ich ihr sehr.
Und so lagen sie still und leise in meinem Schrank und warteten darauf, dass ich etwas aus ihnen mache. Ideen gab es viele, aber wenig Zeit, also lagen sie einfach da und warteten.
Leider kam der Moment, in dem ich sie nutzen musste. Ich beschloss, die Bezüge meiner Stühle zu erneuern. Ich wollte kein ausgefallenes Muster – etwas Einfaches sollte es sein. Also schnitt ich die Jeans in Quadrate und Rechtecke verschiedener Größen, die später zusammengenäht werden sollten.
Als die ganze Operation abgeschlossen war (sie dauerte den ganzen Tag), maß ich die Größe der Sitzfläche.
Ich schnitt den Unterstoff zu, legte darauf doppelseitige Klebeflieseline („Mgiełka“) und begann, meine zugeschnittenen Teile zu arrangieren.
Ich legte die Stücke so, dass jedes einige Millimeter über das andere überlappte, und bügelte sie anschließend auf die Flieseline. Wenn mir ein Maß fehlte, schnitt ich es während des Arrangierens passend zu.
Als alles fertig war (ich brauchte sechs Stück), begann ich, die Jeansstücke festzunähen.
Der dafür gewählte Stich war ein dichter Zickzackstich.
So entstand der Stoff, der als Bezug für meine Sitzflächen dienen sollte.
Ist es nicht seltsam, dass man, um einen Stoff zu erschaffen, zuerst Stoff zerschneiden muss?
Jetzt musste ich nur noch die Rolle der Polstererin übernehmen – und tadaa! Der Stuhl war fertig.
Alle sechs Stühle sind großartig geworden.
Aber das war nicht das Ende. Ich machte weiter. Ich beschloss, eine Tagesdecke für das Sofa zu nähen.
Wenn ich schon so viele zugeschnittene Jeansstücke habe, muss ich etwas daraus machen. Diesmal setzte ich den Longarm ein.
Ich spannte einen dünnen Unterstoff auf und legte die Jeansstücke direkt darauf (wieder darauf achtend, dass jedes einige Millimeter überlappt).
Wenn mir die Anordnung gefiel, nähte ich sie mit dem Longarm fest.
Als alle Stücke angenäht waren, nahm ich alles vom Longarm ab und nähte jedes Quadrat zusätzlich mit einem Zickzackstich fest. Danach spannte ich es erneut auf den Longarm, fügte Rückseite und Füllung hinzu und quiltete alles durch.
Die Tagesdecke ist fantastisch geworden – ich bin begeistert. Sie passt perfekt zu meinen Stühlen.












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