Hallo ihr Lieben! Ich habe das Gefühl, dass ich in letzter Zeit ein wenig im Rückstand bin, was das Zeigen meiner genähten Arbeiten angeht. Vielleicht liegt es daran, dass mein Kopf gerade völlig von einem neuen Projekt eingenommen ist. Sicher ist nur eines: Es liegt nicht am Wetter, denn dieses Jahr verwöhnt es mich überhaupt nicht. Überall liest man von Sonne, Hitze und Trockenheit – und im Podkarpacie ist es kalt, ungemütlich und regnerisch.
Um mir die Stimmung ein wenig zu heben, habe ich einen Sonnenblumen‑Quilt genäht, den ich „Erinnerung an den Sommer“ genannt habe. Er erinnert mich an warme, sonnige Tage.
Warum dieser Name? Weil ich beim Anblick dieser Blume die Sonne förmlich spüre. Eine Sonne, die mein Gesicht wärmt und mir Energie gibt. Eine Sonne, die mich inspiriert, Neues zu schaffen. Eine Sonne, die für Leben und Freude steht. Für mich ist die Sonnenblume eine kleine Erinnerung an den Sommer, die ich immer bei mir haben kann.
Das Projekt basiert auf einem Foto von Olga Yastremska.
Für dieses Bild habe ich die Technik der scharfen Applikation verwendet. Dabei werden Stoffstücke, die mit doppelseitig klebendem Vlies hinterlegt sind, übereinandergelegt. Das Vlies verhindert das Ausfransen und hält alles stabil. Alle verwendeten Stoffe habe ich selbst gefärbt.
Die größte Herausforderung war der Hintergrund. Ich wollte nicht, dass er die Sonnenblume überstrahlt, aber er sollte dennoch etwas Besonderes sein. Nach vielen Versuchen habe ich einen Effekt erzielt, der mir gefällt: sanfte Farbverläufe, die perfekt zur Stimmung des Bildes passen.
Das Quilten ist immer mein liebster Teil eines Projekts – und wie immer auch eine kleine Herausforderung.
Diesmal musste ich sogar eine andere Arbeit auf dem Longarm unterbrechen, weil ich es nicht erwarten konnte, die Sonnenblume fertigzustellen.
Alles lief gut, bis plötzlich die Feder des Fadenspanners in meiner Maschine brach. Der Longarm verweigerte den Dienst. Es gab Tränen, Stress – und meinen wunderbaren Mann, der das Problem schnell löste, indem er die Feder aus einer anderen Bernina‑Maschine austauschte. Dank ihm konnte ich ohne größere Komplikationen weitermachen. Ich bin ihm sehr dankbar für seine Hilfe und Unterstützung.

Nach dem Quilten musste ich das Werk nur noch auf den Rahmen spannen und den fertigen Effekt bewundern. Ich bin sehr stolz auf dieses Projekt und hoffe, dass es euch ebenfalls gefällt.

Wenn ihr es live sehen möchtet, besucht die Galeria Miejska des Kunstschulkomplexes in Rzeszów, wo es bis zum 23. Juni ausgestellt wird.
Bis bald!















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