Heute möchte ich mit euch meine Leidenschaft für die rumänische Spitze teilen und euch von meinem Serviettenprojekt erzählen, das vor über 20 Jahren begonnen hat. Ja, ihr lest richtig! Alles begann 1998, als ich in der Zeitschrift Anna ein wunderschönes Spitzenmuster entdeckte. Ich war sofort begeistert und wollte es unbedingt nacharbeiten, doch leider konnte ich in Polen keine passenden Materialien finden. Ich suchte überall, rief verschiedene Geschäfte an – ohne Erfolg. Schließlich gab ich den Plan auf und vergaß die Serviette.
Doch das Schicksal wollte es anders! In diesem Jahr lernte ich im Kurs für rumänische Spitze an der Universität für Volkskunsthandwerk, wie man den charakteristischen Schnürchenfaden herstellt – die Grundlage dieser Technik. Dieser Schnürchenfaden wird auf das Muster geheftet und anschließend mit der Nadel verbunden, sodass ein Netz entsteht, das später mit verschiedenen Stichen gefüllt wird. Und wisst ihr was? Als ich den Schnürchenfaden häkelte, erinnerte ich mich plötzlich an die Serviette aus dem Jahr 1998! Ich dachte: Das ist die perfekte Gelegenheit, sie endlich in rumänischer Spitze umzusetzen. Natürlich musste ich das Muster etwas anpassen und anderes Material verwenden, aber das Ergebnis wird dem Original sehr ähnlich sein.
Ich gebe zu: Es ist eine äußerst arbeitsintensive Technik. Der Schnürchenfaden wird aus dünnem Garn und einer 1,25‑mm‑Häkelnadel gefertigt – man braucht viel Geduld und Präzision. Im Moment habe ich erst einen Teil des Schnürchens fertiggestellt und bereits auf das Muster geheftet. Es liegt noch viel Arbeit vor mir, denn die freien Flächen müssen mit Nadel und Garn gefüllt werden. Aber ich bin voller Energie und kann es kaum erwarten, euch die fertige Serviette zu zeigen. Es wird ein kleines Kunstwerk!





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